Copy

Ein Projekt vom Journalistinnenbund e.V.

Wir feiern Geburtstag!


Ein Jahr Genderleicht – das schönste Geburtstagsgeschenk machen uns eben jene Medienschaffenden, für die der Journalistinnenbund dieses Service-Projekt ins Leben gerufen hat: Moderatorinnen und Moderatoren gendern in Fernsehen und Radio, und wir freuen uns jedes Mal riesig, wenn wir das hören. Wer nicht weiß, wie es geht, kann ja bei Genderleicht nachlesen.
 
Vor einiger Zeit haben wir angefangen, spaßeshalber Buch zu führen: „Wer wie im Fernsehen geschlechtergerecht formuliert“. Gemütlich auf dem Sofa sitzend, ab den 19-Uhr-Nachrichten, füllte sich in den vergangenen Wochen die Liste immer schneller.

Dieser Pro-Gender-Medientrend ist der Aufhänger für unsere Pressemitteilung zu 1 Jahr Genderleicht. So gendern Anne Will und Co: TV-Clips und Liste finden Sie auf der runderneuerten Seite „in den Medien“. Seit dem feierlichen Countdown zum Launch der Website am 28. Juni 2019 hat sich beim Gendern in den Medien richtig, richtig viel getan!
 
Wasser in den Wein – warum wir trotzdem auf den Geburtstag anstoßen
 
„Die Mehrheit der Frauen will keine Gendersternchen“, verkündete Die WELT Ende Mai, genauer: 52 Prozent laut einer von ihr beauftragten Infratest-Dimap-Umfrage. Hey, das sind 48 Prozent, die es wollen! Vermutlich wären mehr fürs Gendern, wenn sie erkennen würden, wie geschickt viele Redaktionen längst für Geschlechtergerechtigkeit sorgen.
 
Einen Überblick liefert Matthias Schwarzer vom Redaktionsnetzwerk Deutschland – und verweist dabei auf Genderleicht. Auch medias res, die tägliche Mediensendung des Deutschlandfunks, hat mich zum trendigen Gendern der Medien befragt. Beides zu finden in unserer Presseschau. Die Sternchen-Frage übrigens diskutieren wir in unserer nächsten Gender-Sprechstunde am 18. Juni.
 
WELT-Redakteurin Geli Tangermann hält mit ihrem Kommentar gegen die Haltung ihres Medienhauses: „Die Aufregung um gendergerechte Sprache ist undemokratisch“. Als Beweis haben wir dies gefunden: Die Bundes­verfassung der Eidgenossen von 1848 formulierte: „Alle Schweizer sind vor dem Gesetze gleich“. Weil die Schweizerinnen nicht genannt und eben nicht (!) mitgemeint waren, wurde ihnen bis 1971 das Wahlrecht verweigert, so ein sehr lesenswerter Artikel über gendergerechte Sprache im Schweizer Online-Magazin Republik.  
 
Was wir uns zum Geburtstag wünschen

Wie gefällt Ihnen eigentlich Genderleicht.de? Würden Sie Ihren Kolleg*innen das Webportal empfehlen? Zum Geburtstag wünschen wir uns ein kurzes Statement. Wir veröffentlichen den bunten Reigen an Testimonials am 28. Juni in unserem Blog. Dort geben wir auch in den nächsten Wochen einen Blick hinter die Kulissen von Genderleicht, mit Themen wie: „So arbeiten wir im Textlabor“ oder „Korrekt Gendern, geht das überhaupt?“ Ihre Geburtstagsgrüße schicken Sie bitte an: kontakt@genderleicht.de, Betreff: Happy Birthday!

Genderleichte Grüße
Christine Olderdissen
Projektleiterin Genderleicht.de

 

TEXT-TIPP

Keine Scheu vor Beidnennung

Schreiben Sie: "Ärztinnen und Ärzte", sagen Sie: "Mieterinnen und Mieter". In einem längeren Text sollten Beidnennungen am Anfang vorkommen. Damit öffnen Sie den Raum sprachlich und sagen: Achtung - hier geht es um Frauen und Männer.

Zu viele Beidnennungen machen einen Text jedoch langatmig. Benutzen Sie nach der anfänglichen Beidnennung eine neutrale Formulierung oder zur Abwechslung ein generisches Maskulinum. Zum Beispiel so:
"... meine Kolleginnen und Kollegen, alles Medizinjournalisten."

Bedenken Sie bitte: Die Beidnennung schließt „divers“ aus. Ein Gendersternchen sorgt für geschlechtliche Vielfalt. Vielleicht können Sie es einbauen?

VORSTÄNDIN, RADFAHRENDE & REDEPULT

Genderwort des Monats: Forschende


Haben Sie auch eine Neuschöpfung gefunden?
Schicken Sie das Wort an kontakt@genderleicht.de

ONLINE

GENDERSPRECHSTUNDE

Wieder am 18.6. und 2.7. und immer alle 14 Tage donnerstags zur Mittagspause, 12 - 12:30 Uhr. Bitte anmelden: kontakt@genderleicht.de

Diskutieren Sie mit uns Ihre Fragen!

GENDERLEICHT CLASSICS

"Beim NDR gendern wir seit zwei Jahren"

... sagte Nicole Schmutte voller Stolz im Juni 2019 im Interview zum Start von Genderleicht.de. Darin berichtet die Gleichstellungsbeauftragte des NDR, wie sie ihren Sender zu mehr Gendersensibilität bringt. Ihr Sprachtipp für Fernsehleute: geschlechtsneutral texten!  Lesen Sie mehr dazu im Blog ...
 
ZU GENDERLEICHT.DE
Warum erhalten Sie diesen Newsletter
Team Genderleicht schickt Neuigkeiten zum Gendern, praktische Kurztipps und Hinweise auf Veranstaltungen jeweils in der Mitte des Monats in Ihr E-Mail-Postfach. Sie können Ihr Newsletter-Abonnement jederzeit beenden.
Weitere Aktivitäten und Projekte finden Sie auf der Website des Journalistinnenbundes: www.journalistinnen.de
 Journalistinnenbund auf Facebook
Genderleicht auf Twitter
www.genderleicht.de
Email
Genderleicht.de / Journalistinnenbund e. V. © 2020, Alle Rechte vorbehalten.

Hinweise zum Datenschutz: www.genderleicht.de/datenschutzerklaerung

Newsletter-Abonnement ändern?
Sie können Ihre Einstellungen aktualisieren oder sich von dieser Liste abmelden.






This email was sent to <<newsletter@genderleicht.de>>
why did I get this?    unsubscribe from this list    update subscription preferences
Genderleicht.de · Journalistinnenbund e. V. · Hansaring 45 - 47 · Köln 50670 · Germany

Email Marketing Powered by Mailchimp