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Inhalt:
  • "Die Würde der Frau" - Gedanken zur Vulva-Ausstellung
  • Serie: Unsere Berater*innen im Porträt
  • Wir verlosen ein Mumury
  • Aktuelles aus unseren Projekten
  • Veranstaltungsankündigungen
„Die Würde der Frau“ – Gedanken zur Vulva-Ausstellung
Birgit Hofstätter

Wer uns auf Facebook folgt, hat in den vergangenen Wochen gesehen, welche Reaktionen unsere Vulva-Ausstellung – im Besonderen jener Teil, der im Schaufenster öffentlich einsehbar ist – ausgelöst hat. Wir bekommen großen Zuspruch zu lesen, aber auch Ärger und Kritik. Nachdem erste Kommentare auf der Schaufensterscheibe auftauchten, haben wir Stifte dazu gehängt, um die Diskussion anzuregen. Dass das mediale Aufmerksamkeit findet, freut uns sehr – unsere Absicht ist ja, die Vulva zu enttabuisieren, indem wir sichtbar machen und darüber reden. Auf Facebook gibt es in mehreren Beiträgen eine Fotodokumentation über die Entwicklungen. Vorläufiger Höhepunkt war die künstlerische Intervention von Heidi Zednik und Michaela Schausberger, als die Vulven vor ein paar Tagen mit einem goldenen Lack-Feld zensiert wurden.

Was als Widerstand daherkommt, mag manche amüsieren: "Wie kann sich jemand heute noch darüber aufregen? In welchem Jahrhundert leben wir?" Mich machen manche Einwände betroffen. Eine Bekannte fleht mich per Kurznachricht an, den öffentlichen Ausstellungsteil zu entfernen. Frauen würden dadurch ihre Würde verlieren, hilflos hinnehmen müssen, was hier gegen ihren Willen passiert. Das hat mich nachdenklich gestimmt, denn dieser Vorwurf klingt danach, als würden wir mit unserer Ausstellung anderen Frauen Gewalt antun. Es scheint so, als würden hier zwei entgegengesetzte Bedürfnisse bestehen, die nicht miteinander vereinbar sind. Auf der einen Seite das Ringen um Befreiung von erdrückenden Tabus und Körpernormen, auf der anderen Seite tiefliegende Scham, die durch den Tabubruch angesprochen wird. Wenn wir gemeinsam genauer hinschauen, den Blick von den beiden Parteien weg, hin zur Sache wenden, dann sehen wir, dass die eigentliche Gewalt im Tabu selbst liegt.

Manche, vielleicht auch viele Frauen haben sich mit dem Tabu des Geschlechts arrangiert, die Scham verinnerlicht – das ist ihre Art, mit den Verletzungen und Verunsicherungen umzugehen. Das Tabu wirkt also. Durch unsere Aktion werden Frauen an ihre Scham erinnert. Das tut weh. Und das müssen wir anerkennen und ernstnehmen. Wir tun das, indem wir den Protest eben nicht wegwischen. Wir bleiben im Dialog. Wir laden ein zur Auseinandersetzung. Aktivistische Kunst wie diese Ausstellung von Gloria Dimmel funktioniert wie eine Stellvertreterin für alle, die sich dem Tabubruch anschließen möchten. Ohne als Individuum angreifbar zu werden. Genauso dürfen sich Frauen, die sich davon in ihrer Würde verletzt sehen, im Protest vertreten sehen. Wir sind im Austausch. Das macht Mut. Das finde ich würdevoll.

One Billion Rising
Der 14. Februar ist nicht nur Valentinstag, sondern auch Aktionstag gegen Gewalt an Frauen. Das ist nicht zufällig so. Gerade die Pandemie bzw. die Maßnahmen dagegen verschärfen die Situation für gewaltbetroffene Frauen. Die Initiative One Billion Rising sieht sich als tanzender Protest und Ausdruck der Solidarität mit den betroffenen Frauen. Heuer können die Aktionen dazu nicht als öffentliche Zusammenkünfte organisiert werden. Stattdessen werden Frauenberatungs- und –anlaufstellen in ihrem Umkreis mit Installationen auf das Thema aufmerksam machen. Die Installationen können vor Ort oder in einer Fotodokumentation auf Facebook angeschaut werden.

Unterstütze uns mit deinem Mitgliedsbeitrag
Herzlichen Dank an alle, die bereits daran gedacht haben und uns ihren Mitgliedsbeitrag überwiesen haben! Viele unserer Aktivitäten sind nur möglich mit eurer finanziellen Unterstützung. Wer uns wieder oder erstmals unterstützen möchte: Die Mitgliedschaft beträgt 25 €, dafür bekommst du eine Frauencard, mit der du Ermäßigungen auf Eintritte und Beiträge bei allen teilnehmenden Frauenorganisationen erhältst. Unsere Kontoverbindung lautet:
Frauenforum Salzkammergut
IBAN: AT73 3451 0000 0581 5725
BIC: RZOOAT2L510
Raiffeisenbank Salzkammergut

In diesem Newsletter
In diesem Newsletter stellen wir unseren neuen Berater Gerald Pührer vor, erzählen von einem Gewinnspiel und berichten von unserer aktuellsten Folge aus der Radiosendung Villa LilaLaut.
 

UNSERE BERATER*INNEN IM PORTRÄT

Mag. Gerald Pührer

Mit Gerald Pührer ist seit September vergangenen Jahres der erste Mann im Beratungsteam des Frauenforums tätig. Als Jurist berät er Familienangelegenheiten am Bezirksgericht in Bad Ischl und Gmunden, wobei er in frauenzentrierter Beratung bei Scheidungen geschult ist. Er ist zudem selbständiger Mediator, bietet Elternberatung gem. §95 /1a AußstrG (die im Fall einer einvernehmlichen Scheidung verpflichtend ist) an, und kann auch als Datenschutzbeauftragter behilflich sein. Wir freuen uns, dass er diese Angebote nun auch in unser Beratungsteam einbringt.

Hauptberuflich begleiten uns Gerald und seine Frau Margot mit ihrem gamp grafikhouse schon viele Jahre kreativ und wohlwollend. Unsere neue Webseite wie auch unsere Postsendungen und Flyer stammen aus ihren fähigen Händen. Doch Geralds Kreativität beschränkt sich nicht auf das Visuelle, er ist auch begeisterter Musiker und sorgt unter anderem bei den Dixie Urtypen am Schlagzeug für den richtigen Rhythmus. „Ich freue mich über die Öffnung des Frauenforums für die Mitarbeit von Männern“, sagt Gerald. Und wir freuen uns, dass Gerald als engagierter und einfühlsamer Berater unser Team bereichert

WIR VERLOSEN EIN MUMURY!

Anlässlich der Ausstellung „A Vulva is a Vulva“ verlosen wir ein Mumury – eine Memory-Spiel mit Vulven von der Künstlerin Gloria Dimmel. Schick uns dazu deine Fragen, was du immer schon über die Vulva wissen wolltest, an office@frauenforum-salzkammergut.at 

Einsendeschluss ist der 28. Februar 2021. Das Mumury wird unter allen Einsendungen verlost und zur gegebenen Zeit werden wir in unserer Radiosendung auch über die Antworten zu den Fragen reden.

Das Mumury kann natürlich beim Besuch der Ausstellung bei uns auch gekauft werden.
 

AKTUELLES AUS UNSEREN PROJEKTEN

Radiosendung „Villa LilaLaut“


Vampire, Werwölfe, Medienbildung

In der mittlerweile siebten Folge unserer Sendung hat Christina Jaritsch sich mit FFS-Geschäftsführer*in Birgit Hofstätter über deren Arbeit vor dem Frauenforum unterhalten. Wie sie im Interdisziplinären Forschungszentrum für Technik, Arbeit und Kultur (IFZ) zum forschenden Subjekt wurde, wie sie zum Thema Medienpartizipation kam, was wir von Vampiren und Werwölfen über Liebe und Sexualität lernen können und was das für Medienbildung in der Schule bedeuten könnte.

Nachzuhören ist die Sendung wie immer im Cultural Broadcasting Archive

VERANSTALTUNGSANKÜNDIGUNG

Ausstellung: „A Vulva is a Vulva”

bis 8. März 2021
Frauenforum Salzkammergut, Soleweg 7/4
Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 9-12 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung (06133 4136)
 

One Billion Rising  - Aktionstage gegen Gewalt an Frauen

14. Februar 2021
Rund um diesen Tag gibt es vor oder in der Nähe der Frauenberatungs- und –anlaufstellen im Bezirk Installationen zu sehen. Schau vorbei oder auf Facebook
 

Treffpunkt: Mama-Kind-Treff

Mittwochs, außer an schulfreien Tagen, 9-11 Uhr (bis zum Ende der COVID-Maßnahmen pausiert)
im Bunten Kinderhort, Kirchengasse 7
Herzlich willkommen ist jede Mama mit ihrem Kind/ ihren Kindern!
Verbringe einen netten Vormittag mit anderen Müttern und ihren Kindern!
Unkostenbeitrag: 2 €
Kontakt: Martina Weinberger: 0676 947 77 66
 

Treffpunkt: Französisches Frühstück

Dienstags, einmal monatlich; 9:30-11 Uhr (bis zum Ende der COVID-Maßnahmen pausiert)
im Frauenforum Salzkammergut, Soleweg 7/4
Bei Interesse Kontaktaufnahme per Telefon (06133 4136) oder Email (office@frauenforum-salzkammergut.at)
 
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