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NEUJAHRSGRUSS VON FFS-OBFRAU
Pauline Lahnsteiner-Kienesberger

Liebe Mitfrauen*!
 
Ein äußerst außergewöhnliches Jahr 2020 liegt hinter uns. Unsere Gesellschaft musste sich heuer noch schneller als bisher an gewisse Umstände anpassen und weiterentwickeln. Viele Lebensbereiche stehen unter starkem Einfluss der Sicherheitsmaßnahmen, das alltägliche Leben in Familien läuft dennoch ungebremst weiter. Dieses alltägliche Leben ermöglichen vor allem die Frauen unserer Gesellschaft, heuer so oft und gern als „Systemerhalterinnen“ bezeichnet. Durch die Corona Pandemie wurde sichtbar, unter welcher Belastung Frauen tagtäglich stehen und welchen Wert ihr Beitrag für die Gesellschaft tatsächlich hat. Doch der zweite Schritt nach dem Sichtbarmachen ist das Hinschauen und dementsprechendes Handeln.

Und um genau dieses Hinschauen und Handeln für ein selbstbestimmtes, gewaltfreies und unabhängiges Leben für Frauen einzufordern, wird das Frauenforum auch im angebrochenen Jahr wieder sein Bestes geben. Dafür möchte ich mich schon im Voraus als Obfrau ganz herzlich bei allen Haupt- und Ehrenamtlichen für ihren Einsatz bedanken.

Ich wünsche Euch für die nächste Zeit viel Kraft und Gesundheit und freue mich auf ein Wiedersehen im Jahr 2021.
 
Mit feministischen Grüßen,

UNSERE BERATER*INNEN IM PORTRÄT

Petra Hömens

Ich bin Petra Hömens, arbeite seit 2017 freiberuflich als Diätologin im Salzkammergut. Gemeinsam mit dem Frauenforum ist eine wunderbare Kooperation entstanden und ich darf als Beraterin dort tätig sein. Das freut mich natürlich sehr, hier mitwirken zu dürfen!
 
In Ebensee im Frauenforum und auch in Bad Ischl bin ich als Diätologin tätig. Wenn das Essen zum Problem wird, stehe ich auch österreichweit als Expertin zur Verfügung. Seit 2017 setzte ich mich ehrenamtlich als Arbeitskreisleiterin Essstörungen im Verband der Diätologen Österreichs ein. DiätologInnen aus ganz Österreich bringe ich zusammen, um die Ernährungstherapie für Menschen, die an einer Essstörung erkrankt sind, zu verbessern. Auch an der Fachhochschule Diätologie in Linz, begeistere ich als Lehrperson die Studierende für das präsente Thema.

In meiner Freizeit liebe ich es, meiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Vor allem beim Zubereiten neuer Gerichte verbinde ich mit Genuss und Freude. Ein Geheimnis möchte ich euch hierbei verraten: Gesundes Essen mit Genuss ist kein Widerspruch! Ich verzichte auf nichts und lebe nach dem AntiDiätkonzept. Denn Diäten, die frustrieren nur und bringen uns augenscheinlich nur kurzfristig Erfolge. Zudem ist es leider immer wieder der Einstieg in eine Essstörung.
Lasst uns gemeinsam über den Tellerrand hinausschauen. Der Kalender für 2021 hält viele Termine für euch bereit!

Lieber Gruß eure Diätologin Petra
 

DAS WAR 2020

Mit einer langen Liste von Ideen und Plänen sind wir in dieses vergangene Jahr gestartet. Der Glöcklerlauf am 5. Jänner, bei dem seit 10 Jahren die Frauenpasse mitläuft, war nass, aber dennoch unbeschwert im Vergleich zu dem, was ab März auf uns zukam. Der tanzende Protest gegen Gewalt an Frauen und Mädchen im Rahmen der Initiative „One Billion Rising“ am 14. Februar in Gmunden war stimmungsvoll und dank des trockenen Wetters gut wahrnehmbar für Passant*innen an der Promenade. Wir hatten das Glück, den Frauenfilmtag mit „Liebes:Leben“ am 6. März noch vor den Maßnahmen und gut besucht abhalten zu können. Zweimal wurde der Film gezeigt, zweimal stand Filmemacherin Carola Mayr unterschiedlichem Publikum für eine Diskussion zur Verfügung. Besonders gefreut hat uns der rege Austausch mit den Schüler*innen der Modeschule bei der Vormittagsvorstellung.
 
v.l.n.r. Sabine Promberger, Carola Mair, Franziska Zohner-Kienesberger, Pauline Lahnsteiner-Kienesberger

Die Treffpunkte – Französisches Frühstück, Russische Konversation und Mama-Kind-Treff – liefen wie geplant und wir arbeiteten an Ideen für weitere Treffpunkte. Wir nahmen unsere neue Webseite in Betrieb und freuten uns über die bestärkenden Rückmeldungen dazu. Unsere Ausstellung über die Arbeit der Spinnerinnen und Weberinnen von Ebensee wurde in der AK in Linz aufgestellt und es gab bereits eine Anfrage für eine weitere Ausstellung in der Deutschvilla in Strobl. Anfragen für Projektkooperationen kamen herein – die ersten Wochen von 2020 waren wirklich vielversprechend.

Die Pandemie hat unserem Tun und Planen ein jähes Ende gesetzt. Es wurde plötzlich ganz still. Besonders schmerzvoll war die Absage unserer eh schon aufgeschobenen 25-Jahr-Feier. Dazu kam, dass dringend notwendige interne Entwicklungsprozesse völlig zum Stillstand kamen, nachdem wir bereits zwei Klausuren dazu gearbeitet hatten. Mit einem gemeinsamen großen Kraftakt konnten wir schließlich trotz der Einschränkungen durch die Pandemie-Maßnahmen die Beratung auf neue Beine stellen und nach etwas Vorlaufzeit kamen vor allem ab Herbst wieder mehr ratsuchende Frauen auf uns zu.

Um uns aber auch wieder mehr nach außen zu wenden, haben wir nach längerer Zeit des Zögerns und Mutsammelns eine neue Radiosendung ins Leben gerufen. Seit August senden wir monatlich aus unserer „Villa LilaLaut“ zu Themen, die uns umtreiben, über Menschen, die uns beeindrucken und über unsere Veranstaltungen. Ebenfalls monatlich kommen seit dem Sommer die Neuigkeiten aus dem Frauenforum mit der „Salzstreuerin“ per Email, auf die wir sehr stolz sind. An dieser Stelle sei einmal ein herzliches Dankeschön an unsere Co-Workerin Bianca Baumgartner ausgesprochen, die ihn jeden Monat liebevoll in eine optisch ansprechende Form bringt.

Der Sommer brachte auch eine unverhoffte Anfrage: Die südtiroler Kunsthistorikerin Thea Unteregger suchte eine Kooperation für die Präsentation ihres Buches „28 Göttinnen“ und wir nützten die Gelegenheit, dafür die Glöcklerinnen-Kappen mit ihren Darstellungen mythischer Frauenfiguren herauszuholen. Das rege Interesse, das wir an diesem relativ kühlen August-Abend im Rathauspark erleben durften, hat uns sehr berührt.
 

Im Oktober nahmen wir den Tag der Frauen am Land zum Anlass, uns mit ÖBV-Aktivistin und Biobäuerin Christine Pichler-Brix über die Herausforderungen des bäuerlichen Lebens in dieser Zeit zu unterhalten. Am Tag darauf präsentierten Vertreterinnen des Vereins Solawi Demetergut Adam ein Beispiel, wie wir uns in Solidarität mit bäuerlichen Betrieben ernähren könnten.
 

Nach einem ersten Jahr der Eingewöhnung hat GF Birgit Hofstätter damit begonnen, im Frauenforum einen sexualpädagogischen Schwerpunkt aufzubauen. Dabei soll ein Angebot entstehen, in dem Frauen* und Mädchen* Information und Bestärkung in der Entfaltung einer selbstbestimmten Sexualität finden können. Die erste Veranstaltung dazu ist die derzeit laufende Ausstellung der Künstlerin Gloria Dimmel „A Vulva is a Vulva“ mit über 200 Vulva-Gipsabdrücken. Eröffnet wurde die Ausstellung im Rahmen der 16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen, Pandemie-bedingt online, mit einem Künstlerinnen-Gespräch auf Facebook (siehe aktuelle Radiosendung).
 
Von den Pandemie-Maßnahmen war auch der Bunte Kinderhort massiv betroffen. Zweimal mussten wir das Team für die Kurzarbeit anmelden, weil im Frühjahr kein Betreuungsbedarf bestand und im November mehr als die Hälfte der Kinder zuhause blieb. Im August hat Andrea Reininger nach einer Bildungskarenz wieder die Hortleitung übernommen und Interims-Leiterin Victoria Vorwagner wechselte in den Schulbetrieb.

Auch unser Projekt Marktschwärmerei hat ein herausforderndes Jahr hinter sich. Das größte Unterfangen, die Suche nach einem Ort für die Textilwerkstatt, gestaltete sich schwieriger als gedacht. Christina Jaritsch hat aber nicht aufgegeben und dank ihres Einsatzes und des Entgegenkommens von Christa und Walter Loidl haben wir im Raum neben dem Kinderartikelverleih ein erstes Zuhause dafür gefunden. Viele Spenden sind in der Zwischenzeit eingetroffen. Wir könnten zwar noch einiges an Ausstattung brauchen (Nähmaschinen, Kleiderständer, etc.), aber jetzt warten wir schon sehnsüchtig, dass das Zusammenkommen wieder leichter wird und wir die Textilwerkstatt endlich eröffnen können.

Auch dieses Jahr beginnen wir mit vielen Ideen und Plänen – ein pralles Programm wartet auf seine Umsetzung. Was uns davon gelingen mag, werden die Entwicklungen der nächsten Wochen zeigen. Wir sind jedenfalls voll Vorfreude auf dieses Jahr – es kann nur besser werden!

AKTUELLES AUS UNSEREN PROJEKTEN

Marktschwärmerei


Danke, Christina!
 
Fast zwei Jahre lang hat sich Christina Jaritsch um die Konzeptentwicklung der Marktschwärmerei gekümmert und erste Schritte umgesetzt. Ihr ist die Einrichtung eines Coworking Space im Frauenforum zu verdanken, der derzeit von drei inspirierenden Menschen genutzt wird. Sie hat dafür gesorgt, dass die Textilwerkstatt ein erstes Zuhause gefunden hat. Sie hat Corona getrotzt und im vergangenen Jahr viel Herzblut in das Projekt gesteckt. Das alles, obwohl sie mit der Arbeit für die Kulturhauptstadt 2024 gut ausgelastet war. Christina wird sich ab sofort auch ganz der Kulturhauptstadt widmen und die Marktschwärmerei an eine sehr kompetente Nachfolgerin übergeben. Wir freuen uns schon sehr darauf, diese in einer unserer nächsten Ausgaben der Salzstreuerin vorstellen zu dürfen. Christina bleibt uns als Beirätin erhalten, was den Abschiedsschmerz etwas lindert. Glücklich dürfen sich die schätzen, die mit ihr zusammen arbeiten – sie ist eine außergewöhnliche, kompetente und kreative Kollegin. Danke Christina!

Radiosendung „Villa LilaLaut“


Die stille Gewalt des Schönheitsideals, oder: A Vulva is a Vulva

Die in Wien lebende Künstlerin Gloria Dimmel produziert und sammelt seit 2017 Gipsabdrücke von Vulven. Was als Selbstversuch begann, ist über die Jahre gewachsen. Bislang haben über 500 Menschen mit Vulva an ihren Workshops teilgenommen, wo sie dazu eingeladen sind, gemeinsam blank zu ziehen und gleichzeitig Gedanken zu Sexualität, Geschlechtergleichheit, Ungerechtigkeiten und dem gewaltsamen Einfluss von genormten Körperbildern und Schönheitsidealen auszutauschen. Die Zahl der Labienkorrekturen steigt derzeit stetig an, und gleichzeitig fehlen neutrale Bezeichnungen für das weibliche* Genital. Die Gewalt, die vom Auslassen oder Defamieren dieses Körperteils ausgeht, hält Betroffene letztendlich davon ab, Ungerechtigkeit aufzuzeigen, Übergriffe zu melden und die respektvolle, sexuell erfüllende oder auch medizinische Behandlung zu verlangen, die ihnen zusteht.

Im Rahmen der 16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen hat das Frauenforum eine Ausstellung von über 200 Vulva-Abdrücke installiert und zu einem Online-Künstlerinnengespräch mit Gloria Dimmel eingeladen. In der Sendung gibt es nach einer Einleitung von Birgit Hofstätter einen Ausschnitt davon zu hören. Das ganze Video mit der Beantwortung der Publikumsfragen ist auf der Facebookseite des Frauenforums nachzuschauen

Die Ausstellung bleibt noch bis zum Internationalen Frauentag am 8. März in Ebensee. Eine kleine Auswahl hängt im Schaufenster des Frauenforums an der Ecke Hauptstraße – Langbathstraße, der Großteil ist während der Öffnungszeiten (Mo-Do 9-12 Uhr) und nach telefonischer Vereinbarung (06133 4136) zugänglich.
Nachzuhören ist die Sendung im Cultural Broadcasting Archive.
 

VERANSTALTUNGSANKÜNDIGUNG

Ausstellung: „A Vulva is a Vulva”

bis 8. März 2021

Frauenforum Salzkammergut, Soleweg 7/4
Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 9-12 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung (06133 4136)
 

Treffpunkt: Mama-Kind-Treff

Mittwochs, außer an schulfreien Tagen, 9-11 Uhr (bis zum Ende der Maßnahmen pausiert)

im Bunten Kinderhort, Kirchengasse 7
Herzlich willkommen ist jede Mama mit ihrem Kind/ ihren Kindern!
Verbringe einen netten Vormittag mit anderen Müttern und ihren Kindern!
Unkostenbeitrag: 2 €
Kontakt: Martina Weinberger: 0676 947 77 66
 

Treffpunkt: Französisches Frühstück

Dienstags, einmal monatlich; 9:30-11 Uhr (bis zum Ende der Maßnahmen pausiert)

im Frauenforum Salzkammergut, Soleweg 7/4
Bei Interesse Kontaktaufnahme per Telefon (06133 4136) oder Email (office@frauenforum-salzkammergut.at)
 
INFORMATION DER KINDER- UND JUGENDHILFE Gmunden

Liebe Mütter und Väter!

 
Hiermit laden wir Sie sehr herzlich zum Besuch der Eltern-/Mutterberatungsstelle in Ebensee ein.

Bei der Mutterberatung können Sie Ihr Kind messen und wiegen lassen. Antworten auf Ihre Fragen, die sich in der ersten Zeit mit Ihrem Kind ergeben, können Sie von dem dort anwesenden Sozialarbeiter/der Sozialarbeiterin  und dem Arzt/der Ärztin bekommen.

Weiters bieten wir bei der Mutterberatung die Möglichkeit zur Impfung (laut Impfgutscheinheft) an. Sie müssen lediglich den Impfstoff in der Apotheke besorgen und diesen zur Beratung mitnehmen.
Die Eltern-/Mutterberatung steht Ihnen und Ihrem Kind völlig kostenlos und unverbindlich zur Verfügung.
 
Im Zusammenhang mit der gegenwärtigen Corona-Pandemie möchten wir Sie darauf hinweisen, dass jedenfalls eine vorherige Terminvereinbarung unter 07612/792-63551 notwendig ist. Bitte vergessen sie auch nicht, die jeweils gültigen Corona-Schutzbestimmungen (Mund-Nasen-Schutz, Abstandsregeln, Hygienebestimmungen) zu beachten.
 
Es würde uns freuen, Sie bei der Mutterberatung in Ebensee begrüßen zu dürfen!
 
Eltern-/Mutterberatung in Ebensee
 
Letzter Donnerstag im Monat von 15:15 bis 16:45 Uhr
Arztpraxis Dr. Singer, Alte Saline 1, 4802 Ebensee
Arzt: Dr. Georg Singer
Sozialarbeiterin der Kinder- u. Jugendhilfe
 
Termine:                   
Donnerstag 28.01.2021

Donnerstag 25.02.2021
Donnerstag 25.03.2021
Donnerstag 29.04.2021
Donnerstag 27.05.2021
Donnerstag 24.06.2021
 
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