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Inhalt:
  • Frühlingsgefühle
  • Serie: Unsere Berater*innen im Porträt
  • Aktuelles aus unseren Projekten
  • Veranstaltungsankündigungen
Frühlingsgefühle

Der April hat es in sich gehabt. Nicht nur das sehr kühle Wetter hat uns und die Natur gefordert, auch gesundheitliche Probleme und persönliche Verluste haben uns in diesen Wochen unsere körperlichen und seelischen Grenzen spüren lassen. Und so ist im April nicht alles gelungen, was wir vorhatten. Auch dieser Newsletter kommt ausnahmsweise einen Tag später...

Gleichzeitig durften wir großes Interesse an unserer Online-Veranstaltung „Frauen* und Gewalt - Ursachen, Prävention und Unterstützung für Betroffene“ mit Bettina Zehetner (Frauen* beraten Frauen*) und Eva Schuh (Gewaltschutzzentrum OÖ) erleben. Gemeinsam mit 19 Teilnehmenden stellten wir erneut fest, dass das Thema wichtig und gleichzeitig schwierig ist und dass es mehr Bewusstsein, Mut und langen Atem braucht, um Gewalt und sie begünstigende Umstände zu erkennen, sichtbar zu machen und Betroffene zu begleiten. Elf Frauen*morde in diesem noch relativ jungen Jahr machen sprachlos und gleichzeitig müssen wir eine deutliche Sprache und Haltung finden - gegenüber Gewaltbetroffene wie auch Gewalttäter(*innen). An dieser Stelle ein Danke für die schöne Kooperation an die Kolleginnen von der Frauenberatungsstelle Inneres Salzkammergut Bad Ischl bei dieser Veranstaltung.

Auch der Mai wird es in sich haben: Wir scharren in den Startlöchern, wenn es ab 19. Mai wieder möglich sein soll, Veranstaltungen und Treffpunkte in Präsenz abhalten zu können. Gleich am 20. Mai liest Gertraud Klemm im Rathauspark Ebensee aus ihrem Buch „Hippocampus“ und eine Woche später, am 29. Mai, gibt es, nach der aufsehenerregenden Vulva-Ausstellung, für Menschen mit Vulva die Möglichkeit, unter der Anleitung von Gloria Dimmel selbst einen Gipsabdruck anzufertigen. Auch der Mama-Kind-Treff findet in kleinen Gruppen wieder statt. Genaue Informationen dazu sind unten bei den Veranstaltungsankündigungen zu finden.

Auch aus der Marktschwärmerei gibt es Neuigkeiten, die weiter unten in dieser Salzstreuerin nachzulesen sind.

UNSERE BERATER*INNEN IM PORTRÄT

Mag.a Brigitte Steinhuber-Kals


Als Beirätin und Beraterin begleitet Brigitte Steinhuber-Kals das Frauenforum bereits seit seiner Gründung. Mit zahlreichen Umwegen in andere Studienrichtungen schloss sie dann noch das Studium der Rechtswissenschaften ab. Seit ca. 25 Jahren führt sie ihre Anwaltskanzlei in Bad Ischl. Mit Mann, zwei Kindern, Tieren und Mehrgenerationenhaushalt ist sie, wie sie selbst sagt, mehrfachbereichert.

Ein Exkurs während ihrer Studienzeit führte Brigitte in die Kunst - ihre Kreativität lebt sie nach wie vor in ihrem eigenen Atelier aus. Frauenarbeit ist ihr naturgemäß ein wesentliches Anliegen, wobei sie ihre Ausbildung gut einbringen kann. "Vieles ist juristisch gut geregelt, man muss seine Rechte nur in Anspruch nehmen", sagt sie. Klientinnen des Frauenforums finden in ihr eine kompetente Beraterin, wenn es darum geht, ihre Rechte zu klären.
 

AKTUELLES AUS UNSEREN PROJEKTEN

Nachricht aus der Marktschwärmerei


Frischer Wind in der Textilwerkstatt

In der Textilwerkstatt tut sich einiges. Noch ist der Raum im Erdgeschoss des FFS-Hauses an der Traunbrücke ruhig und wartet darauf, bespielt zu werden. Aber wir arbeiten auf Hochtouren damit wir im Sommer aufsperren können und mit ersten Veranstaltungen den Startschuss für Ebensees erste Textilwerkstatt geben.

Den Wert der Kleidung sichtbar machen, gemeinsam verborgene Talente entdecken – und gleichzeitig Gutes für unser Klima tun. Das werden die Kernpunkte unseres Programms sein, das wir für Herbst planen. 

Um den Raum lebendig zu machen, sind auch eure Ideen und Inputs gefragt. All jene, die sich gerne am Projekt beteiligen wollen, näheres darüber erfahren möchten oder ihr Wissen in Form von Workshops oder Kursen weitergeben möchten, können sich jederzeit bei Elisabeth (info@marktschwärmerei oder +43 650 4404791) melden.
 

Radiosendung „Villa LilaLaut“


Wiederholung: Abrechnung

Wie eingangs beschrieben, war es uns im April nicht möglich, eine neue Sendung zu produzieren. Daher gab es eine Wiederholung von „Abrechnung“: Christina Jaritsch hat im Herbst Künstler*innen und Kulturarbeiter*innen nach ihrer aktuellen Lebens- und Arbeitssituation befragt. Entstanden sind anonyme Wutreden über prekäre Verhältnisse, die sie gemeinsam mit Jakob Kinz vorträgt. Die sehr ehrlichen Beiträge werden von entsprechenden Musikstücken atmosphärisch und inhaltlich ergänzt.

Live zu hören sind unsere Sendungen jeden 4. Sonntag im Monat um 13 Uhr und am darauffolgenden Donnerstag um 18 Uhr. Nach der Ausstrahlung sind die Sendungen nachzuhören im Cultural Broadcasting Archive.

Neues in unserer Bibliothek

 
„Reparaturprojekt Mann - Erholungsgebiet Frau: Feministische psychosoziale Beratung bei Beziehungskonflikten, Gewalterfahrung, Trennung und im Umgang mit Arbeit, Geld und Körper“ von Bettina Zehetner

Verlagsinfo:  Sie befinden sich sicher NICHT in einer feministischen Beratung, wenn Sie auf die Schilderung eines Gewalterlebnisses die Frage »Haben Sie ihn irgendwie provoziert?« oder den Satz »Zum Streiten gehören immer zwei« hören. Sie befinden sich ziemlich sicher in einer feministischen Beratung, wenn Sie die Beraterin fragt, wer denn bei Ihnen zuhause die Wäsche wäscht.
Feministische Beratung zeichnet sich durch die Haltung aus, die Berater*innen zum Thema Geschlecht einnehmen, nämlich nicht normierend und beschränkend, sondern emanzipatorisch und offen. Denn Gender ist etwas, das wir tun. Es ist das soziale und kulturelle Geschlecht, die Geschlechterrolle. Es sitzt also nicht zwischen unseren Beinen, sondern zwischen unseren Ohren, im Kopf.

Dr.in Bettina Zehetner ist Mitbegründerin der Beratungsplattform FRAUEN* BERATEN FRAUEN*, Wien. Konkrete Beispiele aus der Praxis zeigen, wie eine feministische Haltung die Therapie verändert und wie aus dem frischen Blick auf traditionelle Konzepte eine psychosoziale Beratung erwächst, die Hilfesuchende befähigt, mit kritischem Bewusstsein geschlechtsspezifische Bewertungen von Verhalten und Eigenschaften zu hinterfragen. Die Erkenntnis, dass die eigenen Probleme gesellschaftlich mitverursacht sind und dass es ein physisches und psychisches Leiden an Geschlechternormen gibt, setzt dem Gefühl persönlichen Versagens etwas entgegen und verleiht den Mut, eigene tiefgreifende Problemlösungen zu wagen.

„Warum Feminismus gut für Männer ist“ von Jen Gunter

Verlagsinfo: Männer sind stark, essen am liebsten Fleisch und reden nicht über ihre Gefühle – mit diesen Klischees von Männlichkeit wachsen immer noch viele Jungen auf. Jens van Tricht ist sich sicher: Diese Rollenerwartungen können bei Männern gesundheitliche Schäden verursachen – so bekommen sie häufiger Herzinfarkte, begehen eher Suizid und haben generell eine geringere Lebenserwartung als Frauen. Darüber hinaus können Geschlechterklischees unser gesellschaftliches Zusammenleben gefährden und im schlimmsten Fall zu Gewalttaten wie Femiziden (Mord an Frauen) oder Amokläufen führen. In seinem Buch arbeitet van Tricht heraus, wie feministische Bestrebungen dogmatische Geschlechterstereotype abbauen können und was Männer dazu beitragen sollten. Nur wenn die Gesellschaft es Männern erlaube, mehr Mensch zu sein, ließen sich Lösungen für die vornehmlich von Männern verursachten gesellschaftlichen Probleme finden. Der Feminismus braucht Männer, damit die Welt eine bessere wird – Männer wiederum brauchen Feminismus, damit ihr Leben ein besseres wird.
 

VERANSTALTUNGSANKÜNDIGUNG

Lesung im Park: „Hippocampus“ von und mit Gertraud Klemm


20. Mai 2021, 19 Uhr (Einlass) bzw. 19:30 (Beginn)
Rathauspark Ebensee

Elvira Katzenschlager soll den Nachlass ihrer Freundin Helene Schulze, vergessene Autorin der feministischen Avantgarde, sortieren. Diese wird nach ihrem Tod plötzlich als Kandidatin für den Deutschen Buchpreis gehandelt. Empört über den sensationsgierigen Umgang mit dem Werk ihrer Freundin begibt sie sich mit dem wesentlich jüngeren Kameramann Adrian auf einen Rachefeldzug. Im Kampf gegen Bigotterie und Sexismus verkleiden sie Heldenstatuen, demontieren Bildstöcke und stören Preisverleihungen.

Wir freuen uns, dass Gertraud Klemm nach Ebensee kommt, und - sofern es die Wetterverhältnisse erlauben - im Rathauspark in Ebensee aus ihrem Buch Hippocampus liest.

Eintritt: Spende "pay as you can"

Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung und unter Einhaltung der COVID19-Auflagen möglich.
Anmeldung per Email office@frauenforum-salzkammergut.at
 


Workshop: "A Vulva is a Vulva" mit Gloria Dimmel


29. Mai 2021, 11:00-13:30 Uhr
Frauenforum Salzkammergut, Soleweg 7/4, Ebensee am Traunsee
Nach der Ausstellung kommt der Workshop: Gloria Dimmel hat in den letzten Monaten mit ihrer Ausstellung von Vulva-Gipsabdrücken im Salzkammergut für Aufmerksamkeit gesorgt. Nun haben Menschen mit Vulven die Gelegenheit, unter Anleitung von Gloria Dimmel einen eigenen Abdruck zu machen. Dabei wollen wir uns aber auch über Körper, Geschlechtlichkeit und Sexualität und ihre gesellschaftliche Bedeutung unterhalten.

Teilnahmebeitrag: 20 Euro
Teilnahmezahl ist begrenzt, Anmeldung bitte bis 20. Mai an office@frauenforum-salzkammergut.at oder während der Öffnungszeiten telefonisch unter 0677 61077 144
 

Treffpunkt: Mama-Kind-Treff


Mittwochs, außer an schulfreien Tagen, 9-11 Uhr
im Bunten Kinderhort, Kirchengasse 7
Herzlich willkommen ist jede Mama mit ihrem Kind/ihren Kindern!
Verbringe einen netten Vormittag mit anderen Müttern und ihren Kindern!
Unkostenbeitrag: 2 €
Teilnahme begrenzt, Anmeldung unbedingt an Martina Weinberger: 0676 947 77 66
 
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