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AUSGEBREMSTE AKTIONSTAGE MIT HIGHLIGHT

16 Tage Gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

Viele Frauen sind derzeit mit der verschärften Mehrfachbelastung auf sich gestellt. Gewaltschutzexpert*innen warnen wiederholt – auch beim Gewaltschutzgipfel der Regierung vergangene Woche – dass sich die Situation für von häuslicher Gewalt betroffene Frauen massiv verschlechtert, da sich vor allem durch die Ausgangsbeschränkungen und das Homeschooling der Druck in Familien erhöht. Zwar könnten Kinder theoretisch in die Schule geschickt werden, doch die soziale Kontrolle und ein gewisser Rechtfertigungsdruck kann diesbezüglich ein Hindernis darstellen. Die Möglichkeiten für Frauen, sich von belastenden Situationen zuhause zu erholen, sich mit anderen Frauen auszutauschen und zu stärken, sind durch die aktuellen Einschränkungen kaum gegeben.

Zusätzliche Spannung – unabhängig von den Maßnahmen gegen die Pandemie – bringt traditionell auch die Weihnachtszeit. Sich in dieser Situation Unterstützung zu suchen, ist nicht leicht und manchmal ist mensch als Freund*in oder Angehörige*r gefordert, Betroffene dabei zu stärken und zu begleiten. Daher bitte nicht wegschauen, wenn du bemerkst, dass eine Frau Gewalt – welcher Form auch immer – ausgesetzt ist. Biete dich an, als Gesprächspartner*in, vielleicht auch als Person, die für die Betroffene Informationen bei Frauenberatungsstellen oder Gewaltschutzzentrum einholt. Der nächste Schritt ist schwer genug. Wir beraten dabei auch sehr gerne.
 

A Vulva is a Vulva

Als Organisation, die auf Begegnung, auf physisches Zusammenkommen und Austausch gründet, fühlen wir uns in unserer Arbeit ausgebremst. Das Hissen der „Frei leben“-Fahnen war unter den Einschränkungen heuer eine sehr einsame Angelegenheit. Trotzdem haben wir den Schritt gewagt, eine Veranstaltung nicht abzusagen, sondern in den virtuellen Raum zu verlegen.

Wir haben die Ausstellung von Gloria Dimmel „A Vulva is a Vulva“ wie geplant mit einem Artist Talk – auf Facebook – eröffnet. Die Resonanz auf den Livestream war und ist sehr erfreulich, das Feedback bestärkend. Das Video vom Gespräch ist nach wie vor auf unserer Facebook-Seite online und kann (auch ohne Facebook-Account) nachgeschaut werden. Ab 9. Dezember ist die Ausstellung während unserer Öffnungszeiten zugänglich, wer es aber nicht erwarten kann, kann sich einen ersten Eindruck im Schaukasten des Frauenforums an der Kreuzung Hauptstraße – Langbathstraße mitten in Ebensee machen. Dort findet sich ein (derzeit noch unbeschriftetes) Display mit 36 Vulva-Abdrücken. In den Kommentaren zum Stream-Video auf Facebook ist auch ein kurzes Video zu finden, in dem die Ausstellung einmal kurz abgefilmt gezeigt wird. Wir freuen uns natürlich auf reges Interesse für einen physischen Besuch und ab Jänner gibt es erweiterte Öffnungszeiten. Es ist sehr eindrucksvoll, diese Vielfalt eines so tabuisierten Körperbereichs plastisch sehen zu können.

Wir wünschen euch schon heute entspannte Feiertage und einen fröhlichen Jahreswechsel!

UNSERE BERATER*INNEN IM PORTRÄT

Mag.a Ingrid Mair-Mayer

 
Ingrid Mair-Mayer ist als juristische Beirätin und als Beraterin in Rechtsfragen bereits viele Jahre ein wichtiger Teil des Frauenforums. Wir kennen sie als energievollen, einfühlsamen und unglaublich vielseitigen Menschen. Vielseitig sind auch ihre Tätigkeitsfelder: Als Juristin berät sie Familien am Bezirksgericht in Bad Ischl. An der HAK/HAS Bad Ischl unterrichtet sie politische Bildung und Recht, ist individuelle Lernbegleiterin und Initiatorin von interkulturellen Projekten. Ihr Engagement wurde 2015 und 2019 mit dem IV-Teacher’s Award – einer Art „Oskar für LehrerInnen“ – ausgezeichnet. Ihre berufliche Leidenschaft und somit der Fokus ihrer Arbeit haben sich in den letzten Jahren vom rein Rechtlichen zum Psychosozialen hin verschoben: Mittlerweile arbeitet Ingrid Mair-Mayer überwiegend in ihrer psychotherapeutischen Praxis in Bad Ischl. Ihr Leben besteht aber nicht nur aus Arbeit: Sie ist verheiratet und hat vier Kinder, sie liebt es, sich zu bewegen – und zu lachen! Als Frauenforum sind wir froh, dass Ingrid ihren Erfahrungsschatz den Klientinnen bei einfühlsamen Beratungen gerne zur Verfügung stellt.

DAS WAREN ZEITEN...

... damals beim Emseea!

Guggi Spitzer & Franziska Zohner-Kienesberger

Am Anfang stand die Idee – und die Idee haben wir umgesetzt. Mensch kann es schon Pionierinnen-Geist nennen, mit dem wir vor mehr als 30 Jahren das Frauenforum gegründet haben. Unser feministischer Ansatz und die praktische Umsetzung in der ländlichen Region waren anfangs eine große Herausforderung.
Bald nach Gründung des FFS war klar WIR BRAUCHEN RAUM. Wir müssen unseren feministischen Ideen auch eine örtliche Heimat geben.
Geplant waren Veranstaltungen für Frauen, ein Frauenberatungs-Angebot und ein Treffpunkt. Unsere Idee von einer möglichst vielfältigen Frauenanlaufstelle wollten wir professionell mit eigenen Angestellten in eigenen Räumen umsetzen.

Wir suchten – und fanden den „Emseea“.
Die Ärmel aufgekrempelt und mit Farb- und Putzeimer ausgestattet, machten wir uns 1995 auf, die Räume beim Emseea im 1. Stock zu gestalten.
Die Kombination Wirtshaus im Erdgeschoß und Büro mit Treffpunkt im 1. Stock war ideal. Für Workshops und Symposien konnten wir tagsüber das Gasthaus nutzen.  Treffpunkte, Vorträge, Kurse, Fastenwochen, Vereinssitzungen fanden im 1.Stock statt.

Feste feierten wir im Saal beim „Emseea“.
Unvergesslich sind die Konzerte von Sassi und Astrid im Saal beim Emseea – voll besetzt bis auf den letzten Stehplatz – die Stimmung ein Wahnsinn – der ganze Saal hat gesungen – es war Feiern pur!

Das Thema Kinderbetreuung gewann zunehmend an Stellenwert. Der „Kind-und-Kegel-Treffpunkt“ war ein Muss für viele Mütter und deren Kinder. Die Räume waren bald zu klein und wir adaptierten zusätzliche Räume im 1.Stock. So gründeten wir 1999 beim Emseea den ersten Kinderhort und 2003 fand unsere BAMBINI-Krabbelstube im 1.Stock ihre Heimat. Das FFS war somit nicht unwesentlich daran beteiligt, dass es für Alte und (ganz) Junge galt: ich geh´ zum Emseea!

Der Emseea war immer geprägt von starken Wirts-Frauen. Ihr Geist und ihre Beharrlichkeit haben vielleicht auch uns beeinflusst, Dinge einfach anzugehen und zufrieden darauf zu schauen, was sich daraus entwickelt.  So wurde aus der einen Hortgruppe zwei und diese haben dann in der alten Mädchenvolksschule genügend Platz gefunden. Aus Bambini wurden vier Krabbelgruppen im Gemeindekindergarten. Auf jeden Fall ein Erfolg!

Übrigens, auch unsere ersten GlöcklerInnen-Kappen sind im 1.Stock beim Emseea entstanden.
Wir haben sowohl für die feministische Arbeit in diesem Haus unseren Platz gefunden als auch für Feiern und öffentliche Veranstaltungen. Der gemeinsame Standort von FFS und Emseea hat sich als Volltreffer erwiesen. Nach 15 Jahren beim Emseea zogen wir wieder los – der Platz war einfach zu klein geworden.

Heute heißt es „Rettet den Emseea“…… und in solchen Momenten wird wehmütig klar, dass es auch der Geist beim Emseea war, wo wir eine tolle Idee in ein zukunftsweisendes Projekt FFS umsetzen konnten.

AKTUELLES AUS UNSEREN PROJEKTEN

Radiosendung „Villa LilaLaut“


„Gute Technikbildung für unsere technologisierte Gesellschaft?“

Bereits in der ersten Zeit der Covid-19-Ausgangsbeschränkung im Frühjahr haben sich Birgit Hofstätter und Bildungsforscherin Anita Thaler online getroffen, um über einen Buchbeitrag zu reflektieren, den die beiden vor acht Jahren über geschlechterinklusive Technikdidaktik veröffentlicht haben. Dabei ist ein Gespräch über gute Technikbildung und ihre Bedeutung für eine demokratische Gesellschaft entstanden, in dem klar wird, wie wichtig die Fähigkeiten im Umgang mit Technik für Selbstermächtigung sind. Gerade jetzt, in Zeiten physischer Distanz und Ausgangsbeschränkungen, erleben wir die Abhängigkeit von einer technischen Infrastruktur sehr stark. Unweigerlich bringen die beiden Geschlechterforscher*innen auch die Genderdimension von Technikbildung zur Sprache.
Nachzuhören ist die Sendung im Cultural Broadcasting Archive.
 

Stellenausschreibungen


Das Frauenforum Salzkammergut sucht:


 

Horthelfer*in

Beschäftigungsausmaß: 18,25 Wochenstunden, 5 Tage pro Woche
Beschäftigungsbeginn: ab 7. Jänner 2021, befristet (Karenzvertretung)
Dienstort: Bunter Kinderhort, Kirchengasse 7, 4802 Ebensee
Anstellungserfordernis:
  • Pädagogische Ausbildung bzw. facheinschlägige Grundausbildung als Horthelfer*in
  • Team- und Kommunikationsfähigkeit
  • Bereitschaft zur Umsetzung zeitgemäßer pädagogischer Konzepte
Das Monatsgehalt bei 18,25 Wochenstunden (SWÖ-KV, Verw.-Gr. 6) beträgt - je nach Berufserfahrung und Anrechnung von Vordienstzeiten – mindestens € 1.071 brutto.

Wenn Sie Interesse an dieser Aufgabe haben, so senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen per E-Mail an: bewerbung@frauenforum-salzkammergut.at oder per Post an: Frauenforum Salzkammergut Soleweg 7/3, 4802 Ebensee

Informationen zum Frauenforum Salzkammergut und dem Bunten Kinderhort finden Sie unter: www.frauenforum-salzkammergut.at

 
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