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Aktuelle Informationen vom 20.11.2020

Liebe Kolleginnen und Kollegen, 

im Fall einer Erkrankung mit Covid-19 hat die Gesundheit der Betroffenen selbstverständlich oberste Priorität. Darüber hinaus kann eine Infektion allerdings auch massive wirtschaftliche Folgen haben – beispielsweise dann, wenn zwecks Unterbrechung möglicher Infektionsketten ganze Abteilungen oder gar Einheiten in Quarantäne gestellt würden mit allen damit einhergehenden Konsequenzen für die YNCORIS. Eine solche Quarantäne wird im Fall der Fälle von der zuständigen Behörde – also in der Regel dem Gesundheitsamt – angeordnet und erfolgt auf Basis eines Gesprächs mit u.a. den Betroffenen. Aber wann ist dies konkret der Fall und auf Basis welcher Informationen erfolgt diese Entscheidung? Hierzu sind unter anderem folgende Informationen auf der Webseite des Landes NRW zu finden: 

Wann muss ich mich in Quarantäne begeben?

Eine behördliche Anordnung erfolgt, wenn ein hohes Risiko besteht, dass man sich angesteckt hat. Ein solches hohes Risiko ist gegeben, wenn man innerhalb der letzten zwei Wochen engen Kontakt mit einem Infizierten mit einer laborbestätigten COVID-19-Diagnose hatte. Ein enger Kontakt bedeutet entweder, dass man mindestens 15 Minuten mit dem Infizierten gesprochen hat bzw. angehustet oder angeniest worden ist, während dieser ansteckend gewesen ist. Unabhängig von einer behördlichen Anordnung muss grundsätzlich auch derjenige in Quarantäne, der aus einem ausländischen Risikogebiet nach Nordrhein-Westfalen einreist. Hierzu gibt es allerdings Ausnahmen. Die Quarantäne hat eine Dauer von 10 Tagen.

Sie sehen, dass allein diese Informationen in der Einzelfallbetrachtung durch das Gesundheitsamt alles andere als einfach zu bewerten sein dürften. Wenn dann noch Ausnahmen wie beispielsweise solche zur Quarantäne für Rückkehrer und Einreisende aus ausländischen Risikogebieten hinzukommen, kann eine Entscheidungsfindung noch komplexer werden – vor allem wenn man bedenkt, dass eine Infektion für die Betroffenen ohnehin schon mit einem Stresslevel und oftmals auch einer gewissen Hektik einhergeht. Wir haben Ihnen vor diesem Hintergrund eine Übersicht mit einigen der zentralen Maßnahmen und Organisationsstrukturen rund um die Pandemie bei der YNCORIS bzw. im Chemiepark Knapsack zusammengefasst:

Aktueller Bund-Länder-Beschluss

Ein Infektionsrisiko mit dem Coronavirus besteht grundsätzlich überall dort, wo sich Menschen begegnen. Es scheint auch klar, dass dieses Risiko gerade in Innenräumen mit vielen Menschen und zunehmender Verweildauer deutlich ansteigt – in welchem Ausmaß, das belegt nun eine große Datenerhebung aus den USA. In deren Rahmen wurden anonymisierte Handy-Bewegungsdaten von 98 Millionen Amerikanern in zehn der größten Ballungsräume des Landes analysiert und rund eine halbe Million verschiedener Orte einbezogen, darunter unter anderem Parks, Kirchen, Restaurants, Geschäfte, Fitnesscenter, Tierhandlungen und Autohäuser. Das Ergebnis ist erstaunlich: es zeigte sich, dass etwa 80 Prozent der Infektionen auf nur zehn Prozent der Orte zurückzuführen seien. Die Forscher kamen folglich zu dem Ergebnis, dass insbesondere die Wiedereröffnung von Restaurants, Cafés und Fitnesscentern die Infektionszahlen – also Orte, an denen traditionell viele Menschen über einen längeren Zeitraum zusammenkommen – am stärksten nach oben treibe. Gleichzeitig wiesen die Analysten darauf hin, dass eine Verringerung der Personendichte an einem Ort das Infektionsrisiko erheblich senke. Konkret begrenzten die Forscher die Belegung öffentlicher Orte wie beispielsweise Restaurants oder Cafés im Großraum Chicago in ihrem auf Basis der umfangreichen Daten entwickelten Simulationsmodell auf 20 Prozent – infolgedessen  sank die prognostizierte Zahl der Neuinfektionen bereits um mehr 80 Prozent. 

Diese Zahlen dürfte auch die Bundesregierung aufmerksam verfolgt haben. Am vergangenen Montag zog Kanzlerin Merkel mit den Regierungschefinnen und -chefs der Länder eine Zwischenbilanz zu den bisherigen Maßnahmen und appellierte erneut an die Bürgerinnen und Bürger, „Kontakte auf ein Minimum [zu] beschränken“. Eine Trendumkehr sei zwar noch nicht erreicht, so Merkel, die Dynamik der Neuinfektionen jedoch gebrochen. Es sei notwendig, alle nicht erforderlichen Kontakte unbedingt zu vermeiden und dort, wo Begegnungen erforderlich sind, die AHA+A+L Regeln (Abstand, Hygienemaßnahmen, Alltagsmasken, Corona-Warn-App, Lüften) einzuhalten. Die seit dem 2. November geltenden Beschränkungen bleiben bestehen. Kontaktbeschränkungen seien ein Erfolgsrezept, so Merkel. "Jeder Kontakt, der nicht stattfindet, ist gut für die Bekämpfung der Pandemie."

Die gestiegenen Infektionszahlen hätten auch zu einem Anstieg der Infektionen und Infektionsrisiken bei den über 65-Jährigen und bei besonders gefährdeten Gruppen geführt. Um hier das Risiko einer Ansteckung für zu reduzieren, werde der Bund ab Anfang Dezember für besonders gefährdete Gruppen eine Abgabe von insgesamt 15 FFP2-Masken pro Person gegen eine geringe Eigenbeteiligung ermöglichen. Die Kosten für diese einmalige Abgabe übernimmt der Bund. Bereits am 28. Oktober hatten Bund und Länder beschlossen, Schulen und Betreuungseinrichtungen trotz des dynamischen Infektionsgeschehens nicht zu schließen. Die Offenhaltung von Einrichtungen im Präsenzunterricht mit hohem Infektionsschutzniveau genieße hohe politische Priorität. Im Zuge dessen wurde nun allerdings auch der Vorschlag diskutiert, die geltenden Kontaktbeschränkungen grundsätzlich auf Kinder und Jugendliche auszudehnen. Außerhalb der Schule sollten diese dann nur noch eine bestimmte Freundin oder einen bestimmten Freund treffen und so die Verbreitung des Virus auch in der jungen Altersgruppe weiter eingeschränkt werden. Dieser Vorschlag stieß jedoch auf Skepsis, die Maßnahme wurde letztlich nicht beschlossen – steht aber dennoch weiterhin im Raum. Experten warnten vor einem solchen Schritt, so betonte beispielsweise die Diplom-Psychologin Ulrike Scheuermann gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass Kontaktbeschränkungen jüngere Menschen generell härter träfen als ältere. Besonders bei Jugendlichen könnten solche Einschnitte zum Problem werden, Freunde seien in diesem Alter für die Identitätsentwicklung von zentraler Bedeutung.
Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder riefen nochmals dazu auf, die Corona-Warn-App gerade in diesen Zeiten aktiv zu nutzen. Diese sei gerade angesichts der aktuellen Dynamik eine wertvolle Ergänzung zur Arbeit der Gesundheitsämter und könne dabei helfen, Infektionsketten schneller und umfassender zu erkennen und zu unterbrechen. 

Bund und Länder appellieren im neuen Beschluss an die Bürgerinnen und Bürger,
  • …sich bei Atemwegserkrankungen telefonisch bei ihrer Ärztin bzw. ihrem Arzt krankschreiben zu lassen und zu Hause zu bleiben, bis die akuten Symptome abklingen. Die Mediziner besprechen mit den Betroffenen, ob die Krankheitszeichen so relevant sind, dass eine Testung, Untersuchung oder eine weitergehende Behandlung erforderlich sind.
  •  …auf private Feiern gänzlich zu verzichten
  • …private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten auf einen festen weiteren Hausstand zu beschränken. Das schließt auch Kinder und Jugendliche in den Familien mit ein.
  • …auf freizeitbezogene Aktivitäten und Besuche in Bereichen mit Publikumsverkehr sowie nicht notwendige private Reisen und touristische Tagestouren zu verzichten
  • …auf nicht notwendige Aufenthalte in geschlossenen Räumen mit Publikumsverkehr oder nicht notwendige Fahrten mit öffentlichen Beförderungsmitteln zu verzichten
  • …Besuche insbesondere bei älteren und besonders gefährdeten Personen nur dann zu unternehmen, wenn alle Familienmitglieder frei von jeglichen Krankheitssymptomen sind und sich in den Tagen davor keinem besonderen Risiko ausgesetzt haben
Inwieweit die Maßnahmen ausreichen, um die Zahl der Neuinfektionen zügig zu senken, sei zurzeit noch nicht präzise vorherzusagen. Deshalb werden sich die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und -chefs der Länder am kommenden Mittwoch, 25. November, erneut beraten. Dann wollen Bund und Länder über konkrete Schlussfolgerungen sowie die weitere Perspektive für Dezember und Januar diskutieren und entscheiden. Man wolle - soweit möglich - ein Stück Berechenbarkeit und Planbarkeit auch über den Jahreswechsel hinaus geben.
In einer Erhebung befragte das Meinungsforschungsinstitut Infratest Dimap insgesamt 1.002 Personen zu den aktuellen Corona-Maßnahmen - einen Auszug der Ergebnisse finden Sie hier:
Aktuelle Hinweise
  • Sie finden ab sofort alle wichtigen Informationen rund um das Coronavirus an einem zentralen Ort. Bitte klicken Sie dafür hier oder gehen Sie auf die Startseite des Intranets.
  • Wir aktualisieren fortlaufend die Übersicht mit allen aktuellen Kundenvorgaben bezüglich der Maskenpflicht beim Einsatz vor Ort. Sie finden diese hier.
  • Wir weisen nochmals auf die geltenden Bestimmungen zur Raumnutzung bei der YNCORIS hin. Sie finden hier eine entsprechende Übersicht, die die wesentlichen Regelungen vereinfacht darstellt und erklärt. Sie enthält ebenfalls Empfehlungen zum infektionsschutzgerechten Lüften in Büros, Besprechungsräumen und Werkstätten,
  • Wir möchten angesichts der aktuellen Pandemie noch einmal darauf hinweisen, dass das Fürstenberg Institut den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der YNCORIS einen professionellen Beratungsservice zur Lösung beruflicher, persönlicher, privater und gesundheitlicher Fragestellungen bietet. Die Beratung ist kostenlos und streng vertraulich. 
Haben Sie Fragen zum Thema Corona?
Dann schreiben Sie uns an corona-fragen@chemiepark-knapsack.de