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NEWS

Oktober 2019

Liebe Mitglieder und
Freunde der Kölnischen Gesellschaft,

leider sind uns im gestrigen Rundschreiben u.a. vier Uhrzeitenfehler unterlaufen. Wir haben Sie korrigiert und bitten dafür um Enschuldigung und Ihre Nachsicht.

Ihr Team der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

Wir laden Sie herzlich zu unseren kommenden Veranstaltungen ein.

„Sowohl als auch – Neue Methoden für die antisemitismus- und rassismuskritische Bildung“


Fachtag für Multiplikator*innen am 28. Oktober 2019

Wie verschiedene Studien der vergangenen Jahre belegen, sind antisemitische und rassistische Einstellungen nach wie vor weit verbreitet; sie finden sich in allen gesellschaftlichen Milieus. Um zunehmenden Verbreitung entsprechender Weltbilder entgegen zu wirken, bedarf es einer langfristigen und präventiv wirksamen Auseinandersetzung mit den beiden Phänomenen im Bildungsbereich sowie in anderen gesellschaftlichen Kontexten.   
   
Die Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. und der Berliner Verein BildungsBausteine haben von 2015 bis 2019 in zwei Modellprojekten neue Methoden für die Bildungsarbeit zu Antisemitismus sowie zu Verknüpfungen von Antisemitismus und Rassismus entwickelt. Die Methoden wurden an verschiedenen Schulen in Nordrhein-Westfalen erprobt und werden nun anderen Fachkräften der schulischen und außerschulischen Bildung zur Verfügung gestellt. Auf dem Fachtag möchten wir ausgewählte Methoden präsentieren und mit anderen Akteur*innen der antisemitismus- und rassismuskritischen Bildungsarbeit über aktuelle An- und Herausforderungen auf diesem Feld diskutieren. Zum Abschluss präsentiert der bekannte Kabarettist Fatih Çevikkollu Ausschnitte aus seinem aktuellen Programm.
Datum: Montag, 28.10.2019

Uhrzeit: 10.00 – 17.00 Uhr

Ort: Haus der Kirche, Bastionstraße 6, 40213 Düsseldorf

Eintritt: kostenfrei

Anmeldung bis zum 21.10.2019 an info@bildungsbausteine.org


Informationen zum Programm unter: 
https://www.koelnische-gesellschaft.de/sowohl-als-auch-neue-methoden-fuer-die-antisemitismus-und-rassismuskritische-bildung/

Am Seil: Eine Heldengeschichte


Lesung mit dem Autor Erich Hackl und Gespräch mit der Zeitzeugin Lucia Heilman am 30. Oktober 2019

In Erich Hackls Buch Am Seil (Diogenes) geht es um eine Rettung. Der Retter in der Not heißt Reinhold Duschka, ein wortkarger Kunstschmied und Hobbyalpinist aus Wien. Die in Not Geratenen sind Regina Steinig und ihre Tochter Lucia. Verfolgt vom Rassenwahn der Nationalsozialisten finden sie Zuflucht in Duschkas Werkstatt.

Reginas Vater töten sie in Buchenwald, die Freundin aus dem Erdgeschoss fällt bei der Deportation vom Lastwagen und wird überrollt. Andere retten sich ins Exil. Regina und Lucia harren indes zwischen Werkbank, Winkeleisen und Exponaten aus, vier Jahre lang, vertreiben sich die Zeit mit Metallarbeiten, die Duschka auf dem Schwarzmarkt gegen Essen tauscht. Ein dreiviertel Jahrhundert später vertraut Lucia Heilman ihre Geschichte dem Schriftsteller Erich Hackl an, der sie in zurückgenommenem Ton zu Papier bringt.
Am Seil ist ein überragendes Buch, eine aufwühlende Erzählung von Mut und Menschlichkeit in finsteren Zeiten.

Erich Hackl und Lucia Heilman, mittlerweile 92 Jahre alt, kommen gemeinsam nach Köln, um mit Moderator Joachim Frank über die Vergangenheit und das Schreiben von realen Ereignissen zu sprechen.


Datum: Mittwoch, 30. Oktober 2019, 20 Uhr

Ort: Schauspiel Köln, Depot 2, Schanzenstr. 6-20, 51063 Köln

Eintritt: 14,- €, ermäßigt 9,- €, Tickets über Schauspiel Köln

Eine Veranstaltung der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Kooperation mit dem Literaturhaus Köln, Schauspiel Köln und dem Förderprogramm der Sparkasse KölnBonn

Gedenktag aus Anlass des Jahrestags der Reichspogromnacht


8. November 2019
 
In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 zündeten die Schergen der Nationalsozialisten unter Aufsicht der Regierenden Synagogen in ganz Deutschland an.

Die Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und die Synagogen-Gemeinde Köln gedenken des 81. Jahrestages der Reichspogromnacht der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.

Ort: Kölner Synagoge, Roonstraße 50

Uhrzeit: 11 Uhr

Die männlichen Teilnehmer werden gebeten, eine Kopfbedeckung zu tragen.

Bitte denken Sie wegen der leider notwendigen Sicherheitsmaßnahmen an einen gültigen Lichtbildausweis.

Die Geschichte des Jüdischen Frauenbundes von 1904 bis 1938


Vortrag im Rahmen der Reihe Das Lehrhaus von Marianne Brentzel
Dienstag, 12. November 2019
 
Ohne Bertha Pappenheim ist die Entwicklung einer weiblich bestimmten jüdischen Sozialarbeit in Deutschland nicht denkbar. Schon vor der Jahrhundertwende gab es diverse jüdische Wohltätigkeitsverbände, in denen Frauen der jüdischen Mittelschicht die ärmeren Glaubensschwestern unterstützten. Doch erst die Gründung des reichsweiten Jüdischen Frauenbundes (JFB) 1904 eröffnete eine neue Qualität der Sozialarbeit und der Vernetzung im Deutschen Reich. Damit hatte die jüdische Frauenbewegung eine Bedeutung erlangt, die auch in den männerdominierten Gemeinden und Gremien nicht mehr zu ignorieren war.

Dem Jüdischen Frauenbund ging es um »alles, was die jüdische Frau betrifft«. 1904 einigte man sich auf drei Ziele: Den Mädchenhandel bekämpfen, das jüdische Gemeinschaftsgefühl stärken und die Lage der arbeitenden jüdischen Frauen und Mädchen verbessern. Bertha Pappenheim wurde für lange Jahre die prägende Vorsitzende des Jüdischen Frauenbunds.

Marianne Brentzel veröffentlichte u.a. eine Biografie über Bertha Pappenheim.

Ort: Judaica der Synagogen-Gemeinde Köln, Roonstr. 50
Datum: Dienstag, 12. November 2019, 19:30 Uhr
Eintritt: 3,- €

Bitte denken Sie wegen der leider notwendigen Sicherheitsmaßnahmen an einen gültigen Lichtbildausweis.

 

Da Pacem
Konzert zum Gedenken an den Novemberpogrom

Samstag, 16. November 2019, 20 Uhr


Das Konzert Da Pacem soll auch in diesem Jahr an die Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 erinnern und damit an den Beginn der beispiellosen Vernichtungsaktion gegen die Juden in Deutschland und Europa. Der Titel des Konzerts Gib Frieden steht synonym für die Botschaft, das Geschehene nie zu vergessen und gleichzeitig  trotz immer wieder aufflammender antisemitischer Tendenzen   hoffnungsvoll nach vorne zu blicken. Zu Beginn des Konzerts erklingt die von Johann Sebastian Bach stammende Motette Der Gerechte kommt um. Sie ist eine Bearbeitung der Passionsmotette Tristis est anima mea seines Leipziger Amtsvorgängers Johann Kuhnau. Immer wieder haben Komponisten in liturgischen Kompositionen der Verzweiflung über das Böse in der Welt, über Ungerechtigkeit, Leiden und Tod Ausdruck verliehen. Die dem gegenüber stehende Hoffnung auf Hilfe und Erlösung findet im Te Deum von Steve Dobrogosz ihren Ausdruck.

Ausführende:
Deutsch-Französische Chor Köln
Rheinisches Streichorchester Köln
Leitung: Andreas Foerster
Eine Kooperationsveranstaltung der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. mit dem Förderverein Romanische Kirchen Köln

Ort: Groß St. Martin, Köln
Datum: 16. November 2019, 20 Uhr, (Einlass: 19.30 Uhr)

»Ich bin ein doppelter Apostel«

Vortrag und Gespräch mit Yechiel Brukner, Rabbiner
Synagogen-Gemeinde Köln


Mittwoch, 20. November 2019

 
Seit dem Herbst 2018 ist Yechiel Brukner Rabbiner der Synagogengemeinde in Köln. Viel Positives hat er in den zurückliegenden Monaten in Köln erfahren. Bei seinen zahlreichen Fahrten mit Bus und Bahn musste er aber auch einige antisemitische Beschimpfungen erleben. Er fühlt sich dennoch in Köln wohl, auch dank der »vielen positiven Reaktionen und dem erfahrenen Zuspruch.«

Für den Rabbiner in Köln ist aber Israel sein zu Hause. Deswegen ist es ihm wichtig, eine Woche im Monat mit seiner Frau in Israel leben zu können. Sein Pendeln zwischen Köln und Israel erlebt der gebürtige Schweizer als »doppelter Apostel«. Wenn er nach Israel reist, hinterlässt er der Kölner Gemeinde die Botschaft: »Unser Zuhause ist Israel!« Wenn er von Israel nach Köln reist, hinterlässt er dort die Botschaft: »Vergesst das Volk außerhalb Israels nicht.« Mit seiner engen Bindung an seine Heimat Israel wehrt sich Rabbiner Brukner gleichfalls gegen eine aufgezwungene Aufspaltung zwischen ›jüdisch‹ und ›israelisch‹. »Wenn Israel kritisiert wird, bin ich als Jude immer betroffen.«

Diese These wird der Pädagoge auch anhand biografischer Notizen erläutern. Seine Erfahrungen als Rabbiner in Köln ein Jahr nach Amtsübernahme wird ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung sein.

Eine Veranstaltung der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Kooperation mit der Karl Rahner Akademie, dem Katholischen Bildungswerk Köln und der Melanchthon-Akademie


Ort:                 Melanchthon-Akademie Köln, Kartäuserwall 24 B
Datum:           Mittwoch, 20. November 2019, 18-21 Uhr
Eintritt:         € 11 / 5 bei Voranmeldung € 9 / 4
Anmeldung bitte unter anmeldung@melanchthon-akademie.de oder 0221.931 8030

 


Ort: Melanchthon-Akademie Köln, Kartäuserwall 24 B
Datum: Mittwoch, 20. November 2019, 19-21 Uhr
Eintritt: € 11 / 5 bei Voranmeldung € 9 / 4
Anmeldung bitte unter anmeldung@melanchthon-akademie.de oder 0221.931 8030

 

 

Auf der Suche nach dem gelobten Land. Jüdische Jugend in der Weimarer Republik

Vortrag im Rahmen der Reihe Das Lehrhaus von Harald Lordick

Montag, 2. Dezember 2019
 
Die jüdische Jugend der Weimarer Republik war in hohem Maße und mit weltanschaulich breitem Spektrum organisiert. Eine Vielzahl Vereine bot in dieser von Krisen gekennzeichneten Zeit ihren Mitgliedern Freizeit- und Bildungsangebote. Auch autonome Jugendbünde versammelten Jugendliche, die neue Lebens- und Arbeitsperspektiven suchten, nicht selten mit zionistischer Haltung. Gemeinsam war allen die Rückbesinnung auf die jüdische Tradition. Auch deshalb setzte sich in den Gemeinden die Erkenntnis durch, dass Jugendarbeit auch einen Ort braucht - der Ruf nach jüdischen Jugendheimen wurde laut.

Mit den zunehmenden Ausgrenzungserfahrungen in der nichtjüdischen Umwelt und der heraufziehenden NS-Herrschaft wurden die Heime, Vereine und Bünde Halt und Rückzugsorte. Überlebende der Schoah erinnerten Jahrzehnte später ihre jugendbewegte Zeit als eine nachhaltig prägende, rettende Phase ihres Lebens.


Harald Lordick ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Steinheim-Institut in Essen.

Ort: Judaica der Synagogen-Gemeinde Köln, Roonstr. 50
Uhrzeit: 19:30 Uhr
Eintritt: 3,- €

Bitte denken Sie wegen der leider notwendigen Sicherheitsmaßnahmen an einen gültigen Lichtbildausweis.

Christlich-Jüdische Beziehungen in Köln in den 1960er Jahren

Workshop am 3. Dezember 2019, ca. 10-16 Uhr

 
Save the Date: Am 3.12.2019 findet aus Anlass des 60jährigen Bestehens der Bibliothek Germania Judaica an der Universität zu Köln ein Workshop zum Thema „Christlich-Jüdische Beziehungen in Köln in den 1950er und 1960er Jahren“ statt. Bitte melden Sie sich bei uns, wenn Sie an einer Teilnahme interessiert sind. Sie erhalten dann in den nächsten Wochen das Programm und alle weiteren Informationen.

Die neue Rechte und der Antisemitismus

Vortrag von Volker Weiß am Montag, 9. Dezember 2019

 
Die Neue Rechte gibt sich gerne bildungsbürgerlich, ihre Autoren verstehen sich als Elite mit der Mission zur Rettung der deutschen Kultur. Entgegen den Versuchen, sich öffentlich als geläuterte Rechte zu präsentieren, ist auch die Neue Rechte antisemitisch. Vergangenheitspolitische Debatten, das Buch »Finis Germania« und auch Positionierungen im Nahostkonflikt geben davon beredt Auskunft. Letztlich bewegen sie sich auch bei diesem Thema in den ausgetretenen Pfaden der alten Rechten. Der Vortrag zeigt, dass es dabei noch nicht einmal so zurückhaltend zugeht, wie es angesichts ihres Saubermann-Images zu erwarten wäre.

Ort: H 121, Uni / Humanwissenschaftliche Fakultät
Uhrzeit: 19:30 Uhr
Eintritt: frei

Veranstalter: Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Deutscher Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V., StAVV

 
WIR FREUEN UNS ÜBER DIE UNTERSTÜZUNG UNSERER ARBEIT DURCH IHRE SPENDE.
Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V.

Sparkasse KölnBonn
IBAN: DE 07 3705 0198 0023 3322 81  BIC: COLSDE33XXX






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