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Aktuelle Informationen vom 08.04.2020
Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 

wer die Berichterstattung der letzten Wochen verfolgt, könnte den Eindruck gewinnen, dass viele Länder in Zeiten von Corona Entscheidungen im Alleingang treffen. Doch solche Meldungen zeichnen ein einseitiges Bild. Denn die EU setzt sich intensiv für die Bekämpfung des Coronavirus ein. Die Kommission stellt beispielsweise ein Finanzpaket über 232 Mio. Euro zur Verfügung, um den EU-Mitgliedstaaten zu helfen und die internationale Gemeinschaft in der Bekämpfung des Virus zu unterstützen. Hinzu kommen Förderprogramme für die Forschung:

Neben dem neuen Programm mit dem Namen „Horizont 2020“ hat die EU eine Reihe von Forschungs- und Soforthilfemechanismen zur Bewältigung von Krisen im Bereich der öffentlichen Gesundheit mobilisiert. Dazu gehören unter anderem das Projekt PREPARE, eine Plattform für vorbereitete Gegenmaßnahmen bei auftretenden Epidemien, und das Europäische Virusarchiv, eine virtuelle Sammlung, die Forschern Material für die Diagnose zur Verfügung stellt. Zudem unterstützt die EU Start-ups und KMU bei der Entwicklung von Innovationen und Technologien‚ die bei der Bekämpfung des Coronavirus hilfreich sein könnten. Hierunter fällt beispielsweise ein Projekt für spezialisierte Quarantäneeinheiten (EpiShuttle) und eine Filtrationstechnologie zur Beseitigung viraler Partikel (m-TAP). Auch das Tübinger Unternehmen CureVac, das derzeit mit Hochdruck an einem Impfstoff gegen das Coronavirus arbeitet, hat kürzlich eine Zusage der EU-Kommission von bis zu 80 Millionen Euro erhalten.

Sinnlose Provokation
Seit mehr als vier Wochen gelten bereits die Abstands- und Hygieneregeln im Chemiepark Knapsack. Die allermeisten Mitarbeiter verhalten sich vorbildlich, für viele gehören die neuen Verhaltensweisen fast schon zum – gewohnten - Alltag. Doch während sich die einen freundlich zulächeln, während sie sich aus dem Weg gehen, ist ein paar Wenigen der Ernst der Lage anscheinend noch immer nicht bewusst. Diese Erfahrung muss der Werkschutz derzeit täglich machen. Die Mitarbeiter sind an den Werkstoren erste Anlaufstelle für Zulieferer und Kollegen und zunehmend oft Anfeindungen und Provokationen ausgesetzt. Aber auch „intern“, beispielsweise an den Raucherstationen, kommt es derzeit regelmäßig zu Diskussionen, wenn zum Beispiel Gruppen eng zusammenstehen und somit offensichtlich gegen die geltende Abstandsregelung verstoßen. „Wir verstehen natürlich, dass die Situation für alle nicht ganz einfach ist“, sagt Werkschutzkoordinator Markus Fröhlich. „Trotzdem wünsche ich mir an der einen oder anderen Stelle mehr Verständnis für die Notwendigkeit unseres Handelns und Eingreifens in diesen Momenten. Es gibt nun mal derzeit einige wichtige Verhaltensregeln zum Schutz der Gesundheit aller. Wir leisten lediglich einen Beitrag dazu, dass diese Regeln möglichst eingehalten werden.“

Dabei ist die Lage eigentlich klar: Die Unternehmen am Standort haben verschiedene Maßnahmen zur Eindämmung von Corona gemeinsam verabschiedet. Entsprechend führt der Werkschutz Kontrollen zur Einhaltung dieser Regelungen durch und erinnert, wenn nötig, beispielsweise an die Abstandsregelung. Schließlich geht es dabei um die Sicherheit jedes Einzelnen, um die Betriebsfähigkeit von Unternehmen und damit um eine Vielzahl von Arbeitsplätzen. Wer sich nicht an die Regeln hält, spielt nicht nur mit der eigenen Gesundheit, sondern bringt seine Kollegen und letztlich auch deren Familien in Gefahr. Im Fall einer schnellen Ausbreitung ist möglicherweise auch der Weiterbetrieb am Standort durch behördliche Maßnahmen und somit unsere Arbeit gefährdet.

Das Coronavirus erfordert von uns allen, unser Verhalten umzustellen, macht das Arbeiten teilweise umständlicher und vielfach auch anstrengender. Das gilt insbesondere für diejenigen, die Tag für Tag in persönlichem Kontakt mit Kunden, Lieferanten und Kollegen stehen. Zu dieser Gruppe zählen vor allem auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Betriebsgastronomie oder des Werkschutzes. Sie zu unterstützen, sollte eine Selbstverständlichkeit sein – und ist zudem ganz leicht: Halten Sie sich einfach an die Abstands- und Hygieneregeln.
Die gute Nachricht

Schulobst kommt Bedürftigen zugute
Normalerweise werden in den Schulen und Kitas im Saarland jede Woche rund 8.000 Kilo Obst und Gemüse an 26.000 Kinder verteilt. Doch die Schulen sind geschlossen. Deshalb gehen die weiterhin angelieferten Lebensmittel nun schnell und unbürokratisch an Hilfseinrichtungen, die sie vor allem an Kinder und sozial schwache Familien weitergeben – auch während der Osterferien. Denn für viele Familien hat sich in der aktuellen Lage die Ernährungsversorgung dramatisch verschärft. Das EU-Schulprogramm hilft nun dabei, diese Situation zu verbessern.

Haben Sie Fragen zum Thema Corona?
Dann schreiben Sie uns an corona-fragen@chemiepark-knapsack.de
Fragen und Antworten im Überblick